Es gehört zu Ostern wie das Osterei: pünktlich zum Osterfest werden die neuesten Eier-Zahlen veröffentlicht. Die „Versorgungsbilanz 2025“ des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL) weist einen erneut gestiegenen Pro-Kopf-Verbrauch für Hühnereier aus: 252 Eier hat jede/r Deutsche im vergangenen Jahr verzehrt, das sind vier Eier mehr gegenüber 2024. Zwar konnte auch die Erzeugung mit 15,3 Milliarden Eiern leicht gesteigert werden (2024: 15,2 Mrd.), allerdings kann damit der gestiegene Gesamtverbrauch von rund 21 Mrd. Eiern aus der heimischen Konsumeiererzeugung nur zu 72 Prozent gedeckt werden (2024: 72,9 %).
Erfreulich ist, dass die Eier-Erzeugung 2025 auch in Nordrhein-Westfalen gegenüber 2024 um 2,7 % auf 1,47 Mrd. Eier gestiegen ist. Trotzdem ist kein Anlass zu großer Freude, denn mit einem Anteil von nur 32,31 % Eiern aus NRW-Erzeugung (2024: 31,98 %) kann überhaupt nicht von Selbstversorgung gesprochen werden.
Auch wenn wohl niemand auf das Osterei verzichten muss, ist die Beschaffungssituation für viele Packstellen angespannt wie selten zuvor – und diese Situation besteht nicht nur in der Ostersaison. Es fehlen schlichtweg Eier am Markt, wofür auch der seit 2022 kontinuierlich gestiegene Appetit der Verbraucher:innen auf das frische Schalenei verantwortlich ist. Als kostengünstiger Protein-Lieferant ist das Ei in der Gunst der Konsument:innen stark gestiegen.
Gleichzeitig legen die Menschen gerade beim Lebensmittel Ei besonderen Wert auf dessen regionale Herkunft. Laut „Ernährungsreport 2025“ des Bundeslandwirtschaftsministeriums möchten 83 % der Befragten ihre Eier am liebsten regional.
Der gestiegene Pro-Kopf-Verbrauch und der gleichzeitige Verbraucherwunsch nach regionaler Herkunft bedeuten für die deutsche Eier-Branche jedoch eine riesige Herausforderung. Zwar lag der Legehennenbestand in Deutschland in 2025 bei 51 Mio. Tieren (2024: 51,4 Mio.), in NRW bei 5,08 Mio. Tieren (2024: 5,02 Mio.). Doch jedes Ei, das pro Kopf und Jahr mehr verzehrt wird, erfordert zusätzlich
ca. 80.000 Aufzuchtplätze,
ca. 200.000 Junghennen und
ca. 280.000 Legehennen
pro Jahr!
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