Foto: KAT-Siegel auf einer Eier-Verpackung (© Jörg Meyer | jumpr.com)

mein-ei.nrw nur mit KAT-Siegel

Alle Legehennenhalter im mein-ei.nrw e. V. stehen für ein sicheres Lebensmittel Hühnerei. Daher haben die Vereinsmitglieder sich verpflichtet, ihre Ställe und die mit der Eier-Erzeugung in Zusammenhang stehenden Prozesse über ein unabhängiges Kontrollsystem einer neutralen Instanz überprüfen zu lassen. Dafür haben sich die mein-ei.nrw-Mitglieder dem KAT-System angeschlossen.

„KAT“ steht für den 1995 gegründeten Verein für kontrollierte alternative Tierhaltungsformen e. V. Im Jahr 2000 hat dieser Verein eigenen Angaben zufolge das erste Rückverfolgbarkeitssystem der Lebensmittelwirtschaft geschaffen. Der sogenannte „Eier-Code“ wurde bereits 2004 zur gesetzlichen Kennzeichnungsvorgabe für Eier in der gesamten EU. Heute darf KAT zu den wichtigsten Branchenstandards der deutschen Eierwirtschaft gerechnet werden.

Der Code ist auf allen für den Lebensmittelhandel sortierten und verpackten Eiern zu finden. Auf den Eier-Verpackungen weist das „KAT-Logo“ gewissermaßen als Prüfsiegel auf die gesicherte und vertrauenswürdige Haltungs- und Herkunftsangabe auf dem Ei hin. Verbraucherinnen und Verbraucher können über die Eingabe des Eier-Codes auf der KAT-Website https://www.was-steht-auf-dem-ei.de/ zudem jedes Ei bis in den Stall, in dem es gelegt wurde, zurückverfolgen.

Das durch KAT aufgebaute System zur Herkunftssicherung und Rückverfolgbarkeit bezieht alle Produktionsstufen der Wertschöpfungskette vom Mischfutterhersteller über Brüterei, Aufzucht, Legebetrieb und Eierpackstelle, Eiproduktewerke und Nahrungsmittelindustrie bis in den Handel ein.
mein-ei.nrw-Mitglied Klaus Honerkamp gehört dem KAT-Vorstand als Vertreter für den Bereich Legehennenhaltung und Packstellen an. Er weist besonders daraufhin, dass KAT das einzige Gremium ist, das die Einhaltung der OKT-Vorgaben (OKT = ohne Kükentöten) sicherstellt. Aber KAT sei nach wie vor nicht überall akzeptiert: „Immer noch wird KAT von vielen Erzeugern als lästig und teuer angesehen. Die Erfüllung der vielfältigen Anforderungen war auch für mich eine riesige Aufgabe und ich habe mich damals wirklich allein gelassen gefühlt!“ Heute ist Honerkamp von der Notwendigkeit des Kennzeichnungssystems überzeugt, insbesondere mit Blick auf den seit Jahren wachsenden Eierkonsum der Bevölkerung: „Das Einzige, was der Nachfrage im Weg stehen könnte, sind Skandale. Daher müssen die hohen Erzeugungs- und Qualitätsstandards in der deutschen Eierbranche über ein anerkanntes Siegel nach außen sichtbar gemacht werden. Und da ist KAT für das Ei im Grunde dasselbe wie die TÜV-Plakette für das Auto.“

Der KAT-Verein setzt künftig auf mehr Öffentlichkeitsarbeit, um das System bekannt zu machen. Dazu zählen u. a.:

  • Alle Unternehmen, die ihre Produkte mit einem KAT-Logo kennzeichnen, haben sich zur Einhaltung strenger Auflagen für die Tierhaltung und die Hygiene, die über die Vorgaben der EU hinausgehen, verpflichtet.
  • KAT hat diese einheitlich hohen Standards verbindlich gemacht und zwar sowohl für Inlandsprodukte als auch für Eier aus den benachbarten europäischen Ländern.
  • In der KAT-eigenen Datenbank werden sämtliche Daten aller relevanten Teilnehmer verwaltet, ausgewertet und von KAT auf Plausibilität geprüft.
  • Zudem hat der Verein ein transparentes Kontrollsystem etabliert. In diesem werden die KAT-Mitglieder regelmäßig und unangekündigt von geschulten Auditoren kontrolliert.

 

Angesichts der vielfältigen, auch zukünftig entstehenden regulatorischen Herausforderungen muss sich das KAT-System kontinuierlich weiterentwickeln. Dafür wird der KAT-Vorstand durch Kompetenzkreise mit fachlichen Empfehlungen unterstützt. Diese Gremien setzen sich je nach Anforderung mit Vertreterinnen und Vertretern aus Landwirtschaft, Vermarktung, Lebensmitteleinzelhandel, Wissenschaft und Tierschutz zusammen.

Die Einstiegshürden, wie sie Klaus Honerkamp seinerzeit bei der Einführung des KAT-Systems erlebte, sind übrigens dank zahlreicher Unterstützungs- und Beratungsangebote für interessierte Betriebe heute weitgehend abgebaut.
Überdies ist KAT mittlerweile durch die Deutsche Akkreditierungsstelle (DakkS) akkreditiert und somit national und in Kürze auch international als offizieller Standard etabliert.

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Foto: © Jörg Meyer | jumpr.com